Uncharted 2 – Nathan Drake schlägt erneut zu

Die Geschichte um den Schatzsucher Nathan Drake begann mit dem Titel „Uncharted – Drakes Schicksal“. Nun macht sich Drake erneut auf die Suche nach einem berühmten Schatz und wir begleiten ihn dabei. Im Folgenden erkläre ich euch, wieso der zweite Teil eine würdige Fortsetzung ist und seinen hohen Score verdient hat.

Quelle: hintergrundbilder.wallpaperstock.net

Das Prinzip der Geschichte in Uncharted 2 könnte man mit großen Klassikern wie Indiana Jones oder Tomb Raider vergleichen. Unser Protagonist Nathan Drake eifert einem alten Mythos nach, der Unsterblichkeit verspricht, an dem bereits Marco Polo interessiert war. Um mehr darüber zu erfahren brecht ihr mit eurem alten Bekannten Harry und seiner Komplizin Chloe in ein Museum ein um eine alte Öllampe zu stehlen. Nachdem ihr eine Karte gefunden habt auf der der erste Hinweis zu finden ist, lässt euch Harry jedoch auffliegen und flieht ohne euch mit der Karte. Glücklicherweise ist Chloe auf eurer Seite und holt euch nach langer Haft zusammen mit eurem Freund Sally aus dem Gefängnis heraus. Die Suche geht weiter – durch südländische Städte, hohen Schnee, den tiefsten Dschungel und gefährliche Höhlen. Da der Cintamani-Stein, angeblich ein riesiger Saphir, der Schlüssel zur Unsterblichkeit ist suchen Harry und sein Auftraggeber Lazarevic nach ihm. Zu finden ist er im heiligen Shambala , mitten in Tibet. Immer wieder kreuzen sich Drakes Wege mit denen der Bösen, was in wilden Schießereien und Verfolgungsjagden ausartet. Dabei wechselt Chloe immer wieder mal die Seiten, da sie vorgibt für Lazarevic zu arbeiten.

In Nepal trifft Drake auf seine Ex-Flamme Elena, die mit ihrem Kameramann herausfinden möchte, was Lazarevic vorhat. Die beiden schließen sich Drake und Chloe an, sodass ihr am Ende immer wieder eine Frau habt, die euch hinterher rennt.

Das Gameplay

In Uncharted 2 findet ein stetiger Wechsel statt. Mal ist es wichtig euch an die Gegner anzuschleichen, dann müsst ihr einfach durch die Menge rennen und jeden abknallen, der euch in die Quere kommt und am Ende gibt es eine ruhige Umgebung in der ihr euren Kopf anstrengen und Rätsel lösen müsst.

Shoot!

Dabei ist zu sagen, dass der Teil mit dem unkontrollierten Rumgeballer am größten ist. Dabei stehen Drake natürlich verschiedene Waffen zur Verfügung, die von Gegner fallen gelassen werden. Somit könnt ihr euch am Ende sogar mit einer Panzerfaust den Weg freisprengen. Insgesamt könnt ihr zwei Schusswaffen tragen:  1 Pistole und 1 Gewehr. Natürlich muss es auch einen Haken an der Sache geben: Die Munition. Lässt ein Gegner die gleiche Waffe fallen wie die, die ihr gerade ausgerüstet habt, nehmt ihr einfach neue Munition auf.

Das Zielen ist mit dem PS3-Controller gut zu bewältigen. Manche Waffen besitzen sogar eine Zoom-Funktion, sodass Kopfschüsse, die logischerweise am effektivsten sind, leichter fallen, jedoch wird in manchen hektischen Situationen auffällig, dass das blinde Schießen im Laufen sehr schwer zu koordinieren ist. Da wäre eine automatische Zielsetzung (wie man es von Silent Hill III oder der Tales of Reihe kennt) hilfreich gewesen.

Abgesehen von den Schusswaffen gibt es noch insgesamt 5 Handgranaten, die ihr in größere Mengen von Gegnern werfen könnt. Zwischendurch ganz nützlich, aber viel zu lästig, da die Gegner oft schon außer Reichweite sind.

Schleichen in feinster Splinter Cell Manier

In manchen Szenen müsst ihr euch an eure Gegner heran schleichen. Dabei ist es natürlich wichtig nicht gesehen zu werden. Wenn ihr nah genug an einem Gegner steht, reicht ein Tastendruck und Drake schlägt ihn zu Boden. Leider musste ich feststellen, dass ich im Schleichen eine totale Niete bin, und deshalb so gut wie jedes Mal entdeckt wurde.

Spähen, wittern, ducken

Egal ob im Wald an einen Baumstamm, in der Stadt hinter einem Tresen oder angelehnt an die steinige Höhlenwand – unser Held kann sich vor den Schüssen der gegnerischen Soldaten schützen und somit besser ums Überleben kämpfen. Sollten jedoch 2 Verstecke am selben Ort aufzufinden sein, fällt es ihm oft schwer sich zu entscheiden, sodass er ein paar Schüsse einstecken muss.

Wie auch im Laufen könnt ihr blind aus eurem Versteck heraus auf die Gegner schießen und auch ein wenig zielen. Das ist besonders dann praktisch, wenn die Typen so gut wie vor euch stehen, denn dann ist ein Fehlschuss so gut wie unmöglich und ein Treffer auf euch ebenso.

Knobler aufgepasst!

Mr. Sherlock Holmes ist Drake mit Abstand nicht, jedoch gibt es trotzdem kleinere Rätsel-Einlagen, die das Adventure Genre etwas aufpeppen. Dank seinem Notizbuch, bei dem ich die Notizen am Rande nur schwer erkennen konnte, ist es sehr einfach die Mechanismen auszulösen und somit weiterzukommen. Da hätten sich die Spieleentwickler ruhig etwas mehr Mühe geben können.

Dafür gibt es eine Menge Klettereien, Schwingereien und vorallem Springereien, bei denen nicht immer klar ist, ob sie nun funktionieren werden. Manche Stellen sind nämliche falsche Freunde und führen euch ins Totenreich anstatt zum nächsten Kontrollpunkt.

Die Lebensenergie – ganz schön zäh der Junge

Für mich ein völlig neues Spielerlebnis – die Lebensanzeige. Es gibt sie nämlich nicht. Wenn ihr getroffen werdet erscheinen an den Bildschirmränder Blutlachen. Je öfter ihr in kurzer Zeit getroffen werdet, desto blutiger wird es. Kurz vorm Game Over verliert das Spiel dann jegliche Farben und Drake beginnt schwer zu atmen. Spätestens ab da sollten ihr dem armen Kerl eine Pause gönnen und ihn irgendwo verstecken. Das tolle an dieser Idee ist nämlich, dass Drake sich selbst regeneriert. Wenn ihr euch also hinter etwas versteckt und mal eine Sekunde lang den Mädels das Schießen überlässt, könnt ihr wenig später schon wieder loslegen.

Dabei solltet ihr jedoch beachten, dass Sprünge aus weiter Höhe direkt zum Tod führen. Ich bin so oft gestorben, weil ich dachte, dass ich an bestimmten Stellen klettern könnte, dass meine Freundin einen Ohrwurm vom Game-Over-Geräusch hatte……

Die Grafik

Die Grafik ist für jemanden, der gerade von der Wii auf die PS3 gewechselt ist, der hammer! So viele Details und besonders die Gestaltung der Charaktere ist atemberaubend. In Bezug auf den ersten Teil hat sich so einiges geändert. So sind beispielsweise die Haare noch viel detaillierter und die Vorsprünge, die man erklimmen kann, stechen besser hervor.

Dennoch muss man sagen, dass so gut wie alle Schriften auf einem alten Röhrenfernseher sehr schwer zu lesen sind. Dies ist allerdings nicht nur bei Uncharted so. Sehr schade, da nicht jeder die Möglichkeit hat sich einen HD Fernseher zu kaufen.

If this were a movie – Cutscenes

Um ehrlich zu sein kam es mir manchmal wirklich wie in einem Film vor. Die Zwischensequenzen wurden perfekt mit den eigenen Spielehandlungen verknüpft. So wurden flüssige Übergänge geschaffen, bei denen ich mir manchmal gar nicht sicher wahr, was nun Sequenz und was Spiel war.

100Score
Fazit

Ich bin zwar allein beim Endgegner mehrere hundert Mal gestorben, aber konnte den Controller einfach nicht aus der Hand legen. Nach knapp 3 Tagen war das Spiel durch und ich war fasziniert von der Grafik, dem Gameplay und der Story.


Ein Happy End dieser Art hatte ich bei so einem actiongeladenen Spiel wirklich nicht erwartet, sodass ich positiv überrascht wurde. Zurückblickend auf den ersten Teil hat sich so einiges getan. Der Schwierigkeitsgrad ist (besonders beim Endboss) enorm angestiegen, aber auch die visuelle Umsetzung hat sich verbessert. Ich bin gespannt welche Türen Naughty Dog im dritten Teil noch öffnen will um dieses hammer Spiel zu überbieten.


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