Falcon Age – Auch ohne VR Modus ein Genuss

Als Falkner durch eine wüstenähnliche Welt spazieren und dabei die süßen Animationen eures Lieblingsvogels anschmachten? Genau das macht Falcon Age nun möglich. Und warum es das so gut macht, auch ohne VR Brille, erzähle ich euch in der folgenden Rezension.

Falcon Age Screenshot: Eine dunkelhäutige Frau an einem Tisch, auf dem ein großer roter Falke sitzt.
Quelle: www.falconage.com

Story

Begib dich mit Ara und ihrem Falken auf ein actiongeladenes Abenteuer, um ihr kulturelles Erbe zurückzugewinnen und die Robotereindringlinge zu vertreiben.

Erkunde einen sandigen Planeten mit knappen Ressourcen, während du die verlorene Kunst der Falknerei wiederentdeckst. Auf deiner Reise lernst du die Kunst des Jagens, sammelst Materialien, stellst Gegenstände her und baust eine enge Bindung zu deinem Begleiter auf. Dabei setzt du deine neuen Fähigkeiten ein, um den Widerstandskämpfern zu helfen, dein Land von den räuberischen Maschinen zurückzuerobern.

(Quelle: https://www.playstation.com/de-de/games/falcon-age-ps4/)

Das Spiel beginnt in einer kleinen abgelegenen Basis. Ihr seid allein mit einer Falken-Mutter, ihrem Baby und einem Roboter, der euch zur kompromisslosen Gehorsamkeit gegenüber den Robotern umerziehen möchte. Als die Falken-Mutter von einem Roboter von außerhalb angegriffen wird und ihr euch des Falken-Babys annehmt, hört der Spaß auf und ihr flüchtet aus der Basis, um euch wenig später dem Widerstand gegen die Roboter anzuschließen.

Gameplay

Ich denke es ist klar, wer hier allem die Show stiehlt: Die kleine Falkendame überzeugt mit lässigem Blick und stürzt sich für euch in jeden noch so brenzlichen Kampf. Von Bro-Fist übers Jonglieren – die Interaktionen mit eurer gefiederten Gefährtin schießen euch den Zucker ins Blut. Ich hätte Stunden damit verbringen können dieses kleine Wesen auf meiner Hand zu betrachten. Und was ist besser als mit einem kleinen Falken ein zuschlagen? Mit einem kleinen Falken, der einen Hut oder ein Halstuch trägt, ein zu schlagen! Mit peppigen Accessoires könnt ihr die kleine Dame aufmotzen und für alle Falken-Eltern, die einfach nicht loslassen können, gibt es sogar ein Item um euren Falken ewig in seinem Baby-Aussehen zu behalten.

Was leider nicht so gut gelungen ist, ist die Namensvergabe des majestätischen Tiers. Während ich mir eine freie Benennung gewünscht hätte, gab es hier nur um die fünf Auswahlmöglichkeiten. Passend zum Settings, aber trotzdem enttäuschend, da der Name des Vogels nicht einmal im Spielverlauf genannt wird. Ob da irgendwelche Stats o.ä. hinter klemmen, ließ sich auch nicht vermuten.

Die Steuerung ist rund um eingägig. Die meiste Zeit verbringt man damit Strecken abzulaufen. Abkürzungen wie Vorsprünge herunter springen oder ähnliches, gibt es dabei aber nicht. Es wirkt also alles insgesamt sehr lang. Dieses Vorgehen wurde vermutlich wegen der in erster Linie umgesetzten VR Version gewählt, um Motion Sickness vorzubeugen.

Während des Spielverlaufs von Falcon Age habt ihr die Möglichkeit in den Dialogen mit eurer Familie verschiedene Antworten zu geben. Diese waren allerdings teils sehr verwirrend und wichen von dem ab, was dann letztendlich gesagt wurde. Gegebenenfalls ein Problem mit der Lokalisierung in die deutsche Sprache.

Neben der recht simplen Story, müsst ihr außerdem die Lager von den Robotern befreien. Es gibt auch einen einfacheren Schwierigkeitsgrad, bei denen die Kämpfe ausgelassen werden. So könnt ihr ganz allein die Story und die schöne Atmosphäre genießen, vor allem für VR Nutzer zu empfehlen.
Die Kämpfe können teilweise sogar richtig knifflig werden. Vor allem zum Ende hin macht ihr immer wieder Bekanntschaft mit den kleinen spinnenartigen Robotern, die mich schon ohne VR Modus mehrfach erschreckt haben, wie sie einfach in eurem Sichtfeld auftauchen. Wie groß ist der Schockfaktor also erst mit dem VR Headset?

Generell macht Falcon Age Lust auf mehr und sponrt durchaus zu einem zweiten Durchlauf an. Am Ende war ich mir nicht sicher, ob es nicht sogar alternative Enden gibt. Da lohnt sich ein zweiter Durchlauf also alle mal.

 

Falcon Age Screenshot: Ein Baby-Falke sitzt auf der linken Hand des Spielers. Mit den Krallen hält er vorsichtig den rechten kleinen Finger der Spielfigur.
Quelle: www.falconage.com

Grafik

Wer VR mag, wird das Spiel schnell als VR-Titel erkennen. Dafür sprechen allein schon die beiden großen Hände am unteren Bildschirmrand, die in der VR Version durch die speziellen Controller gesteuert werden können, aber auch das glatte Aussehen der Welt, welches vermutlich besonders schonend für das Auge sind, sprechen dafür.

Vorallem der Baby-Falke ist in Sachen Zuckerfaktor wohl nicht mehr zu überbieten. Sobald ihr den ausgewachsenen Falken auf eurer Hand kutschiert, wird es aber schon schwierig den ganzen Bildschirm zu überblicken, da eure Falkendame dann ziemlich viel Platz in Anspruch nehmt.

Ansonsten habe ich mich an der schönen Wüstenwelt, den wenigen Grünflächen und eigenartigen Tieren ergötzt.

Falcon Age Screenshot: Eine wüstenähnliche Welt. Der Spieler hat gerade den Falken von seiner linken Hand in den Kampf gegen kleine spinnenartige Roboter geschickt.
Quelle: www.falconage.com
90Score
Fazit

Falcon Age begeistert vorallem dank des niedlichen Falken-Begleiters. Aber auch sonst macht das Spiel, auch ohne VR-Modus, Spaß. Zugegebenermaßen ist der Spielspaß recht kurz gehalten und der Vogel manchmal etwas störrisch, trotzdem habe ich es bis zum Ende sehr genossen. Dank der süßen Falkendame überlege ich tatsächlich mir eine VR Brille für die Playstation zu holen, da die Vorstellung die kleine Freundin ganz nah auf meiner virtuellen Hand zu halten, mir einfach den Atem raubt. Für ca. 20 Euro findet ihr das Spiel, in Deutschland leider nur virtuell, im Playstation Store.


Aufgrund des hohen Preises für die wenigen Spielstunden, hat es leider nicht für die 100 Punkte gereicht.


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